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Knapp 15.000 deutschen Dieselbesitzern droht Stilllegung ihrer Autos

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Ein Software Update wird auf einen Volkswagen Golf mit einem 2,0-Liter-Dieselmotor geladen

18 Monate hatten Halter von Diesel-Autos mit manipulierter Abgasreinigung Zeit, um diesen Teil der Motor-Software löschen zu lassen.

Die Frist läuft jetzt aus.

Gut 15.000 Autobesitzern, die die illegale Motor-Software bei ihren Dieselfahrzeugen trotz Aufforderung nicht austauschen ließen, droht in den nächsten Wochen die Stilllegung ihrer Fahrzeuge. Diese kann natürlich relativ einfach abgewendet werden: Die Betroffenen müssen die illegale Abgassoftware in den entsprechenden Modellen von einer Fachwerkstatt durch eine zugelassene Version ersetzen lassen. Eigentlich sollten binnen dieser Frist alle Motoren mit verbotener Software überholt werden. Dann endet die 18-Monate-Frist für den Rückruf der Fahrzeuge, heißt es aus dem Verkehrsministerium. "Der Rückruf ist verbindlich", erklärte das Bundesverkehrsministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. "Fahrzeuge, die nicht umgerüstet werden, können in letzter Konsequenz außer Betrieb gesetzt werden". Anfang Juni waren laut dem Ministerium 95 Prozent dieser Autos bereits umgerüstet. Das Ministerium spricht von 0,6 Prozent der Fälle, in denen die Fahrzeughalter trotz mehrfacher Aufforderung nicht an dem Rückruf teilgenommen haben. 0,6 Prozent entsprechen einer Zahl von 14 760 der insgesamt 2,46 Millionen Autos.

Die Fahrzeughalter hätten mit rund anderthalb Jahren ausreichend Zeit gehabt, an dem verbindlichen Rückruf teilzunehmen, hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Erste Stilllegungen hat es bereits gegeben - unter anderem in Hamburg, München und Sachsen-Anhalt.

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