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Umstrittener Abgeordneter Peter Pilz - Frauen verlassen aus Protest Parlament

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Viele Abgeordnete verließen die Räumlichkeiten

Nach Vorwürfen sexueller Belästigung hatte er zunächst auf sein Mandat verzichtet.

Unter dem Protest vieler weiblicher Abgeordneter ist der ehemalige Grünen-Chef Pilz ins österreichische Parlament zurückgekehrt. Bei seiner Angelobung, die für alle österreichischen Abgeordneten verpflichtend ist, verließen fast alle Parlamentarierinnen demonstrativ den Saal.

Wie der ORF berichtet, blieben lediglich einzelne Frauen wie etwa die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures sitzen. "Die blauen Frauen gehen raus, aber die Burschenschafter bleiben im Plenarsaal sitzen".

Pilz soll 2013 im betrunkenen Zustand eine Frau unsittlich berührt haben. Als der Vorfall im November 2017 bekannt wurde, war die Sache verjährt. Auch eine Mitarbeiterin hatte sich über den Abgeordneten beklagt.

Der prominente Oppositionspolitiker, der vor der Nationalratswahl 2017 die Grünen verlassen und die "Liste Pilz" gegründet hatte, zog nach Bekanntwerden der Vorwürfe auf eigenen Wunsch nicht ins Parlament ein. "Diese Aktion nehme ich nur seitens der SPÖ ernst, denn wenn es darum geht, Frauenarmut zu bekämpfen, dann steht keiner der ÖVP- oder FPÖ-Abgeordneten bei der Abstimmung auf", kommentiert Pilz die Anti-Seximus-Aktion. Pilz hat sich in den vergangenen 30 Jahren als Aufklärer in verschiedenen Untersuchungsausschüssen einen Namen gemacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, stellte die Ermittlungen aber Anfang des Jahres wieder ein.

Diese Nachricht wurde am 11.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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