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Tesla will neun Prozent seiner Mitarbeiter kündigen

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Visitor are seen at the booth of US electric carmaker Tesla Motors during the press day of the Geneva Car Show

Tesla - Pionier von Elektroautos - streicht in größerem Maße Stellen. Tesla, das bereits einen im Luxussegment angesiedelten Wagen sowie ein SUV produziert, will mit einem neuen Model, dem Model 3, in den Massenmarkt einsteigen, ist dabei aber in den letzten Monaten auf erhebliche Probleme gestossen. Die Ziele für das "Model 3" würden nicht darunter leiden. Diese verzögert sich seit Monaten.

Noch während Teslas Fahrassistenz-System nach mehreren Unfällen untersucht wird, verspricht Firmenchef Elon Musk zum August erste Funktionen für autonomes Fahren. Es sei über die Jahre mit sehr schnellem Wachstum zu Doppelbesetzungen gekommen, schrieb Musk in einer internen Mitteilung an alle Mitarbeiter, die er später bei Twitter veröffentlichte.

Zurzeit beschäftigt der Konzern in etwa 46.000 Mitarbeiter, 4100 Jobs sollen nun gestrichen werden. Durch die Kündigungen gehen rund 4 100 Arbeitsplätze verloren.

Mit der Massnahme reagiert Musk auf die zunehmende Besorgnis unter den Investoren, dass das seit seiner Gründung vor 15 Jahren Verluste schreibende Unternehmen in finanzielle Engpässe geraten könnte.

"Um das ganz deutlich zu sagen: Tesla wird auch weiterhin hervorragende Talente in kritischen Positionen einstellen während wir in die Zukunft gehen". "Ich möchte auch betonen, dass wir diese schwere Entscheidung jetzt treffen, damit wir das nie wieder tun müssen". Zum Jahresauftakt war Tesla so tief in die roten Zahlen gefahren wie in noch keinem Quartal zuvor. Investoren erhöhen seit einer Weile den Druck auf Musk und wollten vor Kurzem sogar versuchen, ihn eines seiner Ämter zu entheben, momentan ist er Vorstandschef und Chairman, eine Art Aufsichtsratschef.

Tesla kämpft mit Anlaufproblemen bei der Massenfertigung des Mittelklassewagens Model 3. Zuletzt lag die wöchentliche Produktionsrate laut Musk bei rund 3500 Autos. Tesla hat über 400.000 Bestellungen für den Wagen, dessen Produktion bereits im vergangenen Sommer startete, bislang aber nicht wie erhofft in Gang kam.

Tesla-Aktien hatten am Dienstag zunächst sieben Prozent im Plus notiert.

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