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Staatsanwaltschaft Braunschweig: Volkswagen muss 1 Milliarde Euro Bußgeld zahlen

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Dieselskandal: VW muss eine Milliarde Euro zahlen

Der Volkswagen-Konzern muss wegen des Skandals um manipulierte Dieselfahrzeuge ein Bußgeld von einer Milliarde Euro zahlen. "Volkswagen bekennt sich damit zu seiner Verantwortung für die Dieselkrise und sieht darin einen weiteren wesentlichen Schritt zu ihrer Bewältigung".

In der Dieselaffäre hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Bußgeld über eine Milliarde Euro gegen Volkswagen verhängt. Das gab die Staatsanwaltschaft Braunschweig bekannt.

Die Geldbuße setzt sich laut Volkswagen aus dem gesetzlichen Höchstmaß einer Ahndung in Höhe von 5 Millionen Euro sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von 995 Millionen Euro zusammen.

Der Autobauer verzichtet darauf, Rechtsmittel einzulegen "und bekennt sich damit zu seiner Verantwortung". € verhängt. Das Geld muss laut der Behörde innerhalb von sechs Wochen beim Land Niedersachsen eingehen. "Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass offensichtlich endlich begonnen wird, Volkswagen für den Betrug zur Rechenschaft zu ziehen", sagte der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller, am Mittwoch in Berlin.

Damit werde ein laufendes Ordnungswidrigkeitenverfahren beendet. Für die Käufer der Wagen ändere sich damit unmittelbar jedoch erstmal nichts. Müller regte einen Fonds für die Hardware-Nachrüstung von Dieseln an, die wegen Abgasmanipulationen bald mit Fahrverboten belegt werden könnten. "Dabei müssen den ersparten Aufwendungen unter anderem die Kosten von VW etwa für die Umrüstung der Fahrzeuge in einen ordnungsgemäßen Zustand gegenübergestellt werden", hieß es von der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

"Volkswagen geht davon aus, dass die Beendigung dieses Verfahrens auch erhebliche positive Auswirkungen auf weitere in Europa gegen die Volkswagen AG und ihre Konzerngesellschaften geführte behördliche Verfahren haben wird". Anleger klagen außerdem auf Schadenersatz in Milliardenhöhe, weil die VW-Aktie an Wert verlor. Der Konzern betonte stets, dies rechtzeitig getan zu haben.

VW habe die Geldbuße nach eingehender Prüfung akzeptiert und werde keine Rechtsmittel dagegen einlegen, teilte der Konzern mit.

Die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Braunschweig haben eine Verletzung von Aufsichtspflichten bei der Fahrzeugprüfung in der Abteilung Aggregate-Entwicklung ergeben, heisst es. Volkswagen hatte nur mit Hilfe einer Schummel-Software Schadstoff-Grenzwerte eingehalten.

Musste VW bis jetzt vor allem in den USA gewaltige Summen in der Diesel-Affäre zahlen, wird nun auch in Deutschland ein Milliarden-Bussgeld fällig.

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