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US-Notenbank Fed hebt Leitzins erneut an

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Die Fed eröffnete den Reigen diverser Notenbankentscheidungen

Doch beschrieb die Fed das Zwei-Prozent-Inflationsziel als "symmetrisch" - die Formel deutet darauf hin, dass die Notenbank es für akzeptabel hält, wenn die Preissteigerung leicht über die Zwei-Prozent-Marke hinausgeht.

Die US-Notenbank Fed strafft erneut die Zügel. Der Schlüsselsatz, zu dem sich Banken gegenseitig kurzfristige Kredite geben, liegt jetzt bei 1,75 bis zwei Prozent, ein Viertelprozentpunkt höher als zuvor. Seit Februar ist der ehemalige Investmentbanker Jerome Powell neuer Chef der Notenbank.

Die US-Notenbank hat den Auftrag, mit ihrer Geldpolitik die Beschäftigung zu fördern und das Preisniveau stabil zu halten. Zinserhöhungen dämpfen so die Wirtschafts- und die Preisentwicklung tendenziell, Zinssenkungen sollen hingegen Investitionen und Konjunktur ankurbeln.

An den Finanzmärkten war fest mit der heutigen Entscheidung gerechnet worden. Das ist gut, allerdings weniger als der von Donald Trump im Wahlkampf versprochene Anstieg um drei Prozent pro Jahr. Sie machte damit deutlich, dass die US-Wirtschaft aus ihrer Sicht robust genug wächst, um die weiteren anvisierten Zinserhöhungsschritte wegstecken zu können. Sofern sich nichts gravierend ändert bei den volkswirtschaftlichen Daten, will die Notenbank die Leitzinsen 2018 nun noch zweimal erhöhen.

Mehr als auf die eigentliche Zinsentscheidung haben Investoren darauf gewartet, was die Fed zu ihrem künftigen Kurs sagen wird.

Wie aus neuen Zinsprognosen der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses hervorgeht, werden in diesem Jahr insgesamt vier Zinsanhebungen erwartet - und damit eine Zinserhöhung mehr als noch im März. Sonst hätten sie sich nicht für zwei Schritte entschieden.

Bis Ende 2019 wiederum sieht die Fed die Durchschnittsrate laut dieser provisorischen Vorausplanung bei 3,1 Prozent, statt den bisherigen 2,9 Prozent. Er steigt damit auf das Niveau zwischen 1,75 und 2,0 Prozent - das höchste seit zehn Jahren.

In den zwei Zeiträumen, in denen die Arbeitslosigkeit so niedrig war wie im Moment, folgten steigende Lohnkosten und dann Jahre der rasant steigenden Preise. Auch diesmal hielt er sich zurück, wies aber darauf hin, dass die Sorgen über Veränderungen in der Handelspolitik zunähmen.

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